Krankheiten

Blattläuse
Fuchsien werden hauptsächlich von der Grünen Pfirsichblattlaus befallen. Sie sitzen in großen Massen an Knospen und jungen  Blättern und saugen den Pflanzensaft aus. Die betroffenen Triebe und Blätter sind bei starkem Befall oft verkrüppelt und verformt. Außerdem scheiden Blattläuse einen zuckerhaltigen Saft, den sogenannten Honigtau, aus, der die Blätter bedeckt und zur Verbreitung von Viruserkrankung beitragen kann. Auch die Gallmücke kann als Helfer gegen Blattläuse eingesetzt werden. Sie legt ihre Eier in den Kolonien der Blattläuse ab. Ihre Larven ernähren sich anschließend von den Schädlingen. Auch Schlupfwespen und Florfliegen leisten hier gute Dienste. Der beste natürliche Helfer gegen die Plagegeister ist der bekannte Marienkäfer, der sich ausschließlich von Blattläusen ernährt.

 

 

Weise Fliege

Die Weiße Fliege ist zweifellos der Schädling, der die Fuchsien im Gewächshaus am häufigsten befällt. Wenn man nichts dagegen unternimmt, können ganze Ansammlungen von Pflanzen unwiederbringlich verloren sein. Ein ausgewachsenes Tier ähnelt einer kleinen weißen Motte. Die Schädlinge fliegen sofort auf, wenn die befallene Pflanze berührt wird. Das Weibchen legt auf der Unterseite der Blätter seine Eier ab, die mit bloßem Auge gar nicht zu sehen sind. Aus ihnen schlüpfen etwa 0,2 mm lange, glasig aussehende Larven, die sich in vier Schritten zu einer erwachsenen Weißen Fliege entwickeln. Sowohl Adulte als auch Larven schädigen die Pflanzen. Sie entziehen den zuckerhaltigen Pflanzensaft und scheiden Honigtau aus, auf dem sich Schadpilze ansiedeln. Zur biologischen Bekämpfung der Weißen Fliege können Schlupfwespen eingesetzt werden. Sie legen ihre Eier in die Nymphen der Schädlinge, die Schlupfwespenlarven ernähren sich von ihnen und höhlen ihre von innen heraus aus.  Die Anwendung von Schlupfwespen kann einen großen Befall nicht regulieren, also muss man vorbeugend handeln und die Wespen sehr früh einsetzen.

Giftbeere gegen Weiße Fliegen.

Die dekorative Giftbeere verschönert nicht nur durch Blüte und Frucht, sie hilft auch wirksam gegen Weiße Fliegen.

Bei den zu  erwartenden Schäden ist es sinnvoll , die Ausbreitung der Weißen Fliege von Anfang zu stoppen. Ein Befall ist am besten zu erkennen, wenn man auf die Blattunterseite achtet oder kurz an den Pflanzen leicht rüttelt; die Alttiere fliegen sofort auf. Nach neuen Beobachtungen hat sich gegen die Weißen Fliegen ein Anpflanzen der Giftbeere, Nicandra physaloides, sehr bewährt. Diese zu den Nachtschattengewächsen gehörige Pflanze, wird anscheinend gerne von Schadinsekten befallen, die, so wird vermutet, beim Saugen die giftigen Alkaloide auf nehmen und daran zugrunde gehen. Versuche in der Praxis haben jedenfalls ergeben, dass eine Pflanze, die bis zu 1,5 Meter groß wird, in der Regel für gut sechs Quadratmeter ausreicht, um Schäden durch Weiße Fliegen zu vermeiden. Die Giftbeere gefällt außerdem durch ihre strahlend blauen Blüten und die violett gefärbten, aufgeblasenen Kelche, die gerne für Trockengestecke verwendet werden. Während von nahen Verwandten wie der Andenbeere die Früchte zum Verzehr geeignet sind, ist dies bei Giftbeere nicht zu empfehlen

Spinnmilbe

Spinnmilbe Die Spinnmilbe ist ein Schädling, der großen Schaden  verursachen kann. Sie breitet sich sehr schnell aus, vor allem an trocken-heißen Sommertagen. Die winzigen Tierchen sind mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen, können aber anhand der matt bräunlichen Farbe an den Blattunterseiten entdeckt werden. Bei starkem Befall sehen die Fuchsien bald ziemlich kraftlos aus, die Blätter vergilben und fallen schnell ab.

 

Fuchsienrost

Charakteristisch für diesen Rostpilz sind Gruppen von gelb-braunen Sporen auf den Blattunterseiten. Wenn man nichts unternimmt, fallen die Blätter ab, und die Pflanze wird immer schwächer. Die reifen Sporen können sich durch jeden Luftzug ausbreiten. Sie werden auch durch Kleidung und durch ungewaschene Hände übertragen. Fuchsienrost infiziert die Fuchsien meist vom Weidenröschen aus. Deshalb sollten sich diese Pflanzen nicht in der Nähe von Fuchsien befinden. Biologische Bekämpfungsmöglichkeiten gibt es nicht, also müssen befallene Blätter entfernt werden. Dann kann man die Pflanze mit einem spetziellen Fungizid besprühen. Vorbeugend helfen Pflanzenstärkungsmittel, die ein Eindringen und Vermehrung des Pilzes erschweren.

Grauschimmel  

Dieser Pilz verursacht  einen grauen, wolligen aussehenden Rasen auf allen Pflanzenteilen. Er vermehrt sich bei kühler, feuchter sowie stagnierender Luft und tritt vor allem im Herbst und Winter auf. Infizierte Blätter und abgestorbenes Material müssen sofort entfernt werden. Viel Lüften, trocknere Luft, weniger gießen und peinliche Sauberkeit sind hilfreiche vorbeugende Maßnahmen. Es gibt zwar Pflanzenschutzmittel gegen Grauschimmel, aber unter ungünstigen Bedingungen wird er immer wieder auftreten.